Der Fastnachtsdienstag
Eiersammeln und Lumpenball – der letzte närrische Tag hat seine ganz eigenen Bräuche.

Eiersammeln von Haus zu Haus
Am Fastnachtsdienstag treffen sich alle aktiven Fastnachter um 9 Uhr morgens im Vereinsheim der FVH, um für das Eieressen am Abend Eier zu sammeln. In kleinen Gruppen werden die Straßen Herbsteins unter den Eiersammlern aufgeteilt. Um 10 Uhr machen sich die Gruppen auf den Weg – war die Nacht vom Rosenmontag auf den Foaseltsdienstag sehr kurz, kann es auch mal 11 Uhr werden.
Die „älteren“ Fastnachter verweilen derweil im Vereinsheim, das ganztägig geöffnet ist. Mit großen Körben gehen die Gruppen von Haus zu Haus, und wenn sich die Haustür öffnet, sagen die Eiersammler folgenden Reim:
Tari tara, die Eiersammler die sind da,
gebt uns Eier, Schinken oder Speck,
sonst gehen wir heut nicht mehr weg!
oder:
Ist der Sprungtanz jetzt vollbracht,
so sammeln wir zur Fassenacht.
Eier, Schinken, dies und das,
liebe Leute, gebt uns was!



Eieressen, Lumpenball & Foaseltsverbrennen
Gegen Abend werden die Eier ins Haus des Gastes gebracht, wo schon einige hungrige Mitglieder der FVH auf das Eieressen warten. Danach beginnt der Lumpenball.
Traditionell springen der Bajazz und der Springerzug ein letztes Mal in den Saal ein. Der Bajazz übergibt den Bajazzstab an ehemalige Bajazze, die zeigen können, dass sie das Bajazzspringen nicht verlernt haben.
Der Lumpenball dauert nur bis 24 Uhr: Kurz vor Mitternacht laufen alle Fastnachter schweigend auf den Hain – den höchsten Punkt Herbsteins –, um die Fastnacht zu verbrennen.












